Wegbereiter der Kolonialisierung: Frühe Mission in Kanada und den USA

In der aktuellen Ausgabe von Amerindian Resarch befindet sich ein neuer Artikel von mir zum Thema Mission in Kanada und Nordamerika.

Als die Europäer nach Nordamerika kamen, brachten sie nicht nur ihre eigenen kulturellen Vorstellungen und wirtschaftlichen Erwartungen mit, sondern auch ihre christliche Religion.
Im 17. Jahrhundert, als sowohl in Neu-Frankreich als auch in Neu-England die ersten Missionsversuche bei den dort lebenden Indianern unternommen wurden, waren in Europa Politik und Religion untrennbar miteinander verbunden. Die Reformation des 16. Jahrhunderts hatte die mächtige Institution der Kirche gespalten und einen Konkurrenzkampf um den größeren Einfluss der katholischen bzw. protestantischen Ausrichtung ausgelöst. In diesem Kontext wurden die Indianer, auf die die Europäer bei ihren ersten Besiedelungsversuchen stießen, in dieses Weltbild eingeschlossen.

Die europäische Kolonialisierung Nordamerikas steht bis heute im Zeichen einer „Europäisierung der Welt“, Nordamerika gleichsam als ein künstlich geschaffenes „Neo-Europa“ (Franz-Joseph Post). In der Beschäftigung mit den Anfängen des europäisch-indigenen Kulturkontakts werden die indigenen Beteiligten oft einseitig als Opfer beschrieben, doch bei allem Leid, dass ihnen verursacht waren, so standen sie den erzwungenen Veränderungen doch nicht schlicht wehrlos gegenüber, sondern versuchen das Überleben ihrer Kultur zwischen den Extremen Widerstand und Anpassung an die neuen Lebensverhältnisse zu sichern.

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