Die Hintergründe des Penn’s Creek Massacre – mein Artikel in der aktuellen Ausgabe des AIR

In der aktuellen Ausgabe des Amerindian Research berichte ich über die historischen Begebenheiten des sogenannten “Penn’s Creek Massacre”, die die Grundlage für meine Romanreihe “Trommeln am Fluss” und “Brennende Ufer” bilden.

Das erste Mal erfuhr ich von Marie Le Roy und Barbara Leininger während eines Seminars am Ethnologischen Institut der Universität Frankfurt. Ihr Bericht fesselte mich vom ersten Augenblick an.
Die Geschichte von Marie Le Roy und Barbara gehört in das Genre der sogenannten Captivity Narratives, also die Berichte von europäischen Siedlern, die von indigenen Gruppen in Nordamerika entführt wurden und darüber später berichteten. Diese Geschichten wecken aufgrund ihrer Vielfältigkeit bereits seit zweihundert Jahren das Interesse ihrer Leser. Ungeachtet der Tatsache, dass sie Primärquellen für die Geschichte Nordamerikas sind oder ethnographische Beobachtungen enthalten, lange bevor die indigene Bevölkerung Nordamerika zum Gegenstand wissenschaftlicher Untersuchungen wurde, sind sie Abenteuergeschichten. Sie erzählen von dem aufregendem Leben in der Neuen Welt, von den unbekannten Gefahren der amerikanischen Frontier, deren Aspekte bis heute eine zentrale Rolle im nordamerikanischen Traditionsbewusstsein spielen. Die Erfahrung, unfreiwillig der eigenen Kultur entrissen zu werden und sich plötzlich mitten unter den sogenannten „Wilden“ zu befinden, die sich in Sprache, Lebensweise und Weltsicht grundlegend von der eigenen Sozialisation unterscheiden, hat bis heute nichts von ihrem Schrecken und ihrer Faszination verloren.Leider bleibt der Bericht von Marie und Barbara unvollständig. Über vieles kann nur spekuliert werden, doch ihre Spuren finden sich wieder in anderen Berichten und Quellen und so lässt sich einiges jener vier Jahre, die sie bei den Lenape im Ohiotal verbringen, rekonstruieren.

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